Abschlussarbeiten

Anforderungen und Themen | Didaktik der Biologie

Im Fachgebiet Biologiedidaktik bieten wir die Betreuung von Bachelorarbeiten (nur Erstfach) und Masterarbeiten (Erst- und Zweitfach) an. Nachfolgend stellen wir Ihnen in Kürze unsere Anforderungen an die Abschlussarbeiten, eine beispielhafte Gliederung, Informationen zu betreuenden Personen und Themen von abgeschlossenen Bachelor- und Masterarbeiten vor. Detailliertere Informationen finden Sie als PDF zum Download. Bitte lesen Sie sich diese Informationen sorgfältig durch. Sie sollen Ihnen helfen, herauszufinden, ob Sie sich vorstellen können, eine Abschlussarbeit bei uns anzufertigen.

Begleitveranstaltung Abschlussarbeiten: Interessierte Studierende melden sich bitte auf Stud.IP für die Veranstaltung (17515) an.

Schritt für Schritt zur Abschlussarbeit

Anforderungen und Themenwahl

  • Bachelorarbeiten in der Didaktik der Biologie

    Das Modul Bachelorarbeit umfasst die Bachelorarbeit und ein Kolloquium (Vorstellung der zentralen Ergebnisse Ihrer Arbeit im Rahmen eines Vortrages).

    Die Bearbeitungszeit bei Bachelorarbeiten beträgt zwei Monate, bei experimentellen und empirischen Arbeiten drei Monate. Üblicherweise werden bei uns empirische Arbeiten vergeben.

    Wichtiger Hinweis:  Eine vorherige Auseinandersetzung mit den Inhalten des Moduls Forschungsmethodik (leitfadengestützte Interviews planen, durchführen und die Ergebnisse systematisch auswerten, einen Fragebogen entwickeln und seine Güte überprüfen, Lernangebote entwickeln und zielorientiert evaluieren) wird dringend empfohlen. Dieses Modul ist allerdings erst für Studierende des Master of Education vorgesehen. Literaturempfehlungen zu biologiedidaktisch relevanten Forschungsrahmen, Theorien und Methoden finden Sie in der PDF-Datei „Detaillierte Informationen zu Abschlussarbeiten in der Biodidaktik“ (s.u.).

    Allgemeine Anforderungen und Bedingungen für die Bachelorarbeit entnehmen Sie bitte der aktuellen Prüfungsordnung.

  • Masterarbeiten in der Didaktik der Biologie

    Das Modul Masterarbeit umfasst die Masterarbeit und ein Kolloquium (Vorstellung der zentralen Ergebnisse Ihrer Arbeit im Rahmen eines Vortrages).

    Die Bearbeitungszeit bei Masterarbeiten beträgt vier Monate, bei experimentellen und empirischen Arbeiten sechs Monate. Üblicherweise werden bei uns empirische Arbeiten vergeben.

    Eine vorherige Auseinandersetzung mit den Inhalten des Moduls Forschungsmethodik (leitfadengestützte Interviews planen, durchführen und die Ergebnisse systematisch auswerten, einen Fragebogen entwickeln und seine Güte überprüfen, Lernangebote entwickeln und zielorientiert evaluieren) wird dringend empfohlen. Dieses Modul ist für Studierende des Masters of Education (2. und 3. Semester) vorgesehen.

    Allgemeine Anforderungen und Bedingungen für die Masterarbeit entnehmen Sie bitte der aktuellen Prüfungsordnung.

  • Themenwahl

    Die Themenwahl erfolgt ausgehend von Ihren Interessen in Absprache mit den jeweiligen Prüfenden. Die bisher vergebenen Themen gehörten in den Bereich der empirischen Lehr-Lernforschung. Ein Blick auf die bei uns bereits eingereichten Abschlussarbeiten (s.u.) kann Ihnen eine thematische Orientierung geben.

Struktur von Abschlussarbeiten in der Didaktik der Biologie

Bei empirischen Arbeiten hat sich ein Aufbau von Abschlussarbeiten, der sich an der folgenden Struktur orientiert, als sinnvoll erwiesen:

  • Deckblatt

    Das Deckblatt umfasst folgende Inhalte:

    • Einrichtung (IDN)
    • Titel
    • Arbeitstyp (Master- oder Bachelorarbeit), Name, Matrikelnummer, Studiengang und Fächerkombination
    • Abgabedatum
    • Erst- und Zweitbetreuer:in
  • Einleitung

    In der Einleitung führen Sie inhaltlich zum Thema hin und erläutern die Relevanz und das Ziel der von Ihnen untersuchten Fragestellung.

    • Warum ist das Thema relevant für Forschung und/oder Unterricht?
  • Theoretischer Hintergrund

    Im theoretischen Hintergrund erläutern Sie erkenntnistheoretische und lernpsychologische Grundlagen Ihrer Arbeit (z.B. Theorie des erfahrungsbasierten Verstehens, Modell der Didaktischen Rekonstruktion, moderater Konstruktivismus, …). Hier sollten Definitionen angegeben und Termini erläutert werden.

    • Wie können mithilfe von Theorien Ergebnisse interpretiert werden?
  • Stand der Forschung

    Im Kapitel zum Stand der Forschung fassen Sie publizierte Ergebnisse aus der Lehr-Lernforschung zu Ihrem Thema zusammen (z. B. Schülervorstellungen zu Prozessen der Anpassung, zum Sehen etc.).

    • Auf welche Ergebnisse können Sie in Ihrer Arbeit aufbauen?
  • Fragestellung

    Die Fragestellung und ggf. Hypothesenbildung ist der zentrale Ausgangspunkt Ihrer Arbeit. Diese Punkte werden zu Beginn der Bearbeitungszeit mit Ihrer Betreuerin oder Ihrem Betreuer abgestimmt.

    Die Fragestellung ist leitend bei der Erstellung der Arbeit und bei allen Fragen, wie z. B. „Muss ich das machen, gehört das dazu?“. Sie wird aus der Forschungslücke, die im Stand der Forschung und dem theoretischen Hintergrund beschrieben wird, abgeleitet. 

    • Beispielsweise: „Welche Vorstellungen entwickeln Lernende zur Evolutionstheorie anhand des Schulbuchs XY und welche Implikationen ergeben sich daraus für den Biologieunterricht?“
  • Methoden

    Im Methodenteil beschreiben Sie, mit welchen Methoden und/oder Instrumenten Sie Ihre Daten erhoben (z. B. Interviews, Vermittlungsexperimente, Unterrichtsbeobachtungen, Fragebögen) und ausgewertet (z. B. Qualitative Inhaltsanalyse, Metaphernanalyse, deskriptive Statistik) haben. Die Methoden sind so zu beschreiben, dass jedem Lesenden eine Replikation der Untersuchung möglich ist (Versuchspersonen, Versuchsdesign, Material, ggf. Geräte, Instruktion und Versuchsdurchführung).

    • Welche Untersuchungsmethoden werden für die Datenerhebung und Datenverarbeitung angewendet, wie wurden sie umgesetzt und welche Limitierung besitzen sie?
  • Ergebnisse

    Stellen Sie Ihre Daten aus den Interviews, Schulbuchanalysen etc. in übersichtlicher Form dar. Sollten Sie mit Beispielen arbeiten, müssen Sie Ihre Auswahl begründen. Veranschaulichen Sie Ihre Analysen durch die angemessene Verwendung von Tabellen und Abbildungen. Verdeutlichen Sie dabei den Erkenntnisfortschritt durch Ihre Arbeit.

    • Wie lassen sich Ihre Ergebnisse übersichtlich darstellen und wie können Sie Ihre Daten so aufbereiten, dass zentrale Ergebnisse deutlich werden?
  • Diskussion

    In der Diskussion werden die Ergebnisse mit Bezug auf den theoretischen Hintergrund Ihrer Arbeit, den Stand der Forschung und die verwendeten Erhebungs- und Auswertungsmethoden interpretiert.

    Sie ziehen Schlussfolgerungen in Bezug auf die Ausgangsfragestellung und benennen Einschränkungen (hinsichtlich Erhebungsverfahren, Auswertungsmethoden, unberücksichtigter Aspekte), Kritik, Ableitung weiterer Forschungsfragen sowie Anwendungsmöglichkeiten. 

    • Welche evidenzbasierten und theoriegeleiteten Schlüsse können Sie anhand Ihrer Ergebnisse zur Beantwortung Ihrer Forschungsfrage ziehen?
  • Zusammenfassung

    In der Zusammenfassung werden Fragestellung, Methode, Ergebnisse und Folgerungen noch einmal kurz und übersichtlich auf den Punkt gebracht.

    • Wie können Sie alle zentralen Aspekte Ihrer Arbeit in 250 bis 350 Wörtern zusammenfassen?
  • Literatur und Anhang

    Literatur

    Im Literaturverzeichnis geben Sie die Literatur an, die Sie in Ihrer Arbeit verwenden. Mehr zur Struktur des Literaturverzeichnisses unter „Zum Umgang mit Literatur“ (s. PDF-Datei „Detaillierte Informationen zu Abschlussarbeiten in der Biodidaktik“, die unten heruntergeladen werden kann).

    Anhang

    Bei Interviewstudien, Vermittlungsexperimenten oder Lehrbuchanalysen kommen die Originaltranskripte und -dokumente in den Anhang, bei Fragebogenstudien werden das Erhebungsinstrument sowie die Datensätze der Auswertung auf einem USB-Speichermedium dokumentiert.

    Der Anhang wird auf einem USB-Speichermedium mit der Arbeit abgegeben. Bitte geben Sie auch eine digitale Version der Arbeit auf dem USB-Stick mit ab.

Detaillierte Informationen (Stand 04/25)

Zusammgefasst: Detaillierte Informationen | Abschlussarbeiten in der Biologiedidaktik

Abgeschlossene Arbeiten

  • Abgeschlossene Bachelorarbeiten

    2026

    • Enno Madaler: Virtuelle Labore im Biologieunterricht - Eine Interviewstudie zur Einstellung & Akzeptanz von Biologielehrkräften
    • Leonie Lange: Wie erklären SchülerInnen evolutionäre Anpassung? – Erstellung von didaktisch rekonstruierten Lernangeboten im Themenbereich Evolution
    • Leonie Ringel: Die Rolle von Essen im Alltag – Identifikation von Vorstellungen aus kognitionslinguistischer Perspektive
    • Jonas Benedikt Ritter: Evaluation des Projektes „Erstellen einer Saatgut-Bibliothek“ als Beitrag zur Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung im Kontext des Modells der didaktischen Rekonstruktion 

    2025

    • Juliette Jäger: „Alltagsvorstellungen zur Verdauung von Kohlenhydraten im Kontext des Modells der didaktischen Rekonstruktion“
    • Sarah Elena Hoppe: „Untersuchung und Vergleich von Posidonia oceanica-Beständen an der Ostküste Korsikas “
    • Leah Lotte Bungeroth: Wie erklären Schülerinnen und Schüler die Entstehung von Antibiotikaresistenz? - Analyse von Evolutionsmechanismen im Kontext der Didaktischen Rekonstruktion
    • Emilia Brunner: Zwischen Gen und Protein – Didaktische Rekonstruktion von Schüler*innenvorstellungen zum Spleißen
    • Anna Didenko: Die genetischen Grundlagen der Vererbung am Beispiel der Augenfarbe – Didaktische Rekonstruktion einer spielbasierten Intervention für den Unterricht
    • Ann Marie Fuhlroth: Ökosystem Wattenmeer – eine Analyse im Kontext der Didaktischen Rekonstruktion
    • Victoria Grobe: Wie erklären SchülerInnen die Reaktion des Körpers auf den Geschmack bitter? – Erstellung von didaktisch rekonstruierten Lernangeboten im Themenbereich Sinnesphysiologie
    • Anne Elisabeth Haller: Vom Kreis zur Schleife - Entwicklung und Evaluation eines Vermittlungsexperiments zum Blutkreislauf aus kognitionslinguistischer Perspektive
    • Daniela Hitz: Alltagsvorstellungen zur Menstruation – Entwicklung von didaktisch rekonstruierten Leitlinien für den Biologieunterricht
    • Ronja Jordan: Wie erklären SchülerInnen die Entstehung von Trisomie 21? – Erstellung von didaktisch rekonstruierten Lernangeboten im Themenbereich Genetik
    • Alina Seidel: Motivationsförderung für Bewertungskompetenz im Kontext Sexualbildung – eine fachbezogene Anwendung der Self-Determination Theory
    • Anastasia Sommerfeld: Wie erklären Schülerinnen und Schüler das Phänomen Mimikry? - Analyse von Evolutionsmechanismen im Kontext der Didaktischen Rekonstruktion
    • Marlene Pia Zimmermann: Wie erklären SchülerInnen phänotypische Unterschiede bei Geschwistern? – Erstellung von didaktisch rekonstruierten Lernangeboten im Themenbereich Genetik 

    2024

    • Sine Marie Lux: Wie erklären Schülerinnen und Schüler die Massenzunahme bei Bäumen? - Analyse von Pflanzenernährung im Kontext der Didaktischen Rekonstruktion"
    • Alina Vieregge: „Sichtungen ausgewählter Arten der Cetacea in den Gewässern südlich von Pico (Azoren, Portugal)“
  • Abgeschlossene Masterarbeiten

    2025

    • Maximilian Blecker: „Vapes unter Lernenden – Entwicklung von Leitlinien zur
    • Suchtprävention stofflicher Süchte im Modell der didaktischen Rekonstruktion“
    • Wien Mohamed: „Schülervorstellungen in naturwissenschaftlichen Lehrmaterialien: Eine Analyse und Empfehlung zur Verbesserung im Kontext der Didaktischen Rekonstruktion“
    • Lynn Gruber: Regulation der Atmung unterrichten – Erstellung und Evaluation von Lernangeboten
    • Klara Hildegard Santel: „Vorstellungen von Lernenden der 11. Klasse zur Vermittlung von Immunisierungen im Kontext der Didaktischen Rekonstruktion“

    2024 

    • Justus Könneke: Überwindung von Lernendenvorstellungen zur inversen Respiration im Kontext des Modells der didaktischen Rekonstruktion