Im Zuge des Projekts „Das Lebenselement Wasser und unsere gemeinsame Zukunft – Diskurse zur nachhaltigen Entwicklung im Kontext der Klimakrise“ am Institut für Didaktik der Naturwissenschaften hat die zweite Podiumsdiskussion am 12.03.2026 im Leibnizhaus in Hannover stattgefunden.
Unter der Moderation von Prof. Dr. Christiane Meyer diskutierten Prof. Dr. Michael Komorek (Professur für Didaktik der Physik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg), Dr. Susanne Benzler (Studienleitung Bildung/Jugendbildung, Evangelische Akademie Loccum), Kathrin Limberg (Geschäftsleitung, Ökostadt e. V.) und Udo Büsing (Bildung für nachhaltige Entwicklung für Schulen und Kitas, Nachhaltigkeitsbüro Landeshauptstadt Hannover) über aktuelle bildungsbezogene Kontexte zum Lebenselement Wasser. Auch das Publikum wurde in die Diskussion eingebunden.
Im Fokus der Diskussion stand transformatives Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Bezug auf das Thema Wasser, das aus den Perspektiven der (außer-) schulischen Bildung und der Erwachsenenbildung anhand konkreter Projekte beleuchtet wurde. Als Kernaspekte wurden die Autonomie von Lernenden, die Berücksichtigung von Emotionen, das Lernen mit Kopf, Herz und Hand, das Ermöglichen von Primärerfahrung, die Förderung von Gestaltungskompetenz und der Austausch mit kommunalpolitischen Entscheidungsträger*innen für eine zukunftsfähige Raumentwicklung hervorgehoben. Die Bedürfnisse und Vorstellungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sind dabei jeweils spezifisch zu berücksichtigen. Wasserbezogene Kontexte müssen zudem aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Fächerverbindendes Lernen, wie es im FREI DAY möglich ist, wurde daher als sinnvoll hervorgehoben. Für die Erwachsenenbildung wurde herausgestellt, dass eine große Schwierigkeit darin besteht, Menschen zu erreichen, die die regionalen Bildungsangebote aufgrund mangelnden Interesses oder Wissens nicht wahrnehmen. Diese Zielgruppe könnte z.B. im Rahmen von Festivals bzw. Stadtfesten oder über Betriebsausflüge mit lebensweltbezogenen Anknüpfungspunkten erreicht werden. Wie auch bei der fachlichen Podiumsdiskussion im Januar wurde hier erneut betont, dass Lösungsansätze vor allem auf der strukturellen Ebene liegen und keine Individualisierung der Verantwortung erfolgen darf.
Über einen Kurzfragebogen wurden zudem die Vorstellungen, Ideen und Wünsche der Teilnehmenden für den geplanten Wasserwegweiser für die Region Hannover, der über die Projektlaufzeit entwickelt wird, ermittelt.
Die feierliche Abschlussveranstaltung mit Impulsen aus den Podiumsdiskussionen und Präsentation des Wasserwegweisers findet am 20.08.2026 von 18.00-19.30 Uhr ebenfalls im Leibnizhaus in Hannover statt.