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Societal Transformation in a Digital Society – Raising Awareness for the Participation in a Sustainable and Inclusive Mobility Transition

Societal Transformation in a Digital Society – Raising Awareness for the Participation in a Sustainable and Inclusive Mobility Transition

Leitung:  Prof. Dr. Christiane Meyer (IDN) und Dr. Kerstin Schäfer (Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie)
E-Mail:  van-hove@idn.uni-hannover.de
Team:  Jonas Koch (IDN), Tomke van Hove (IDN) und Silas Föhr (Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie)
Jahr:  2021
Förderung:  Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab
Laufzeit:  2021-2024

Abstract

Das dreijährige Forschungsprojekt findet in Kooperation mit dem Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie statt. Das Teilprojekt am IDN wird gemeinsam mit Multiplikator*innen im Bildungsbereich und mit Jugendlichen im Rahmen von Interviews und Fokusgruppen sowie mittels eines transdisziplinären Workshops erarbeiten, wie die Entwicklung und Nutzung von Mobilitäts-Apps für eine inklusive und nachhaltige Mobilitätswende mit Partizipation verschiedener Gruppen realisiert werden kann.

Projektbeschreibung

Im September 2015 wurde die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung von den Vereinten Nationen verabschiedet. Im Zentrum stehen die Sustainable Development Goals (SDGs), die 17 Ziele einer nachhaltigen Entwicklung, darunter das SDG 11: „Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten“. 

Unter dieses Ziel fällt auch die Mobilität. Die steigende Verbreitung von Mobilitäts-Apps verändert die Art, wie wir Verkehrsmittel nutzen, fundamental und kann somit die Integration und Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel fördern. Allerdings birgt diese Entwicklung auch die Gefahr, eine soziale Ausgrenzung beim digitalen Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu verstärken. Es ergibt sich die Dringlichkeit, für eine Wahrnehmung dieser potenziellen Diskriminierung innerhalb der digitalen Gesellschaft zu sensibilisieren und darüber hinaus Bürger*innen an den Entwicklungsprozessen zu partizipieren.

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Schulen und das UNESCO-Programm „BNE 2030“ sind übergeordnete Orientierungen, um die SDGs umzusetzen. Damit sind auch Lehrkräfte und andere Akteur*innen im Bildungsbereich aufgefordert, für die Transformation zu einer inklusiven, sicheren, resilienten und nachhaltigen Gesellschaft zu sensibilisieren und diese in Bildungskontexten mitzugestalten.

Insbesondere Jugendliche stellen eine entscheidende Gruppe der Gesellschaft dar, da sie bereits aktive und zudem zukünftige Nutzer*innen der öffentlichen Verkehrsmittel und zugehöriger Mobilitäts-Apps sind. Ihre Beteiligung an der Transformation zur Nachhaltigkeit gilt es daher insbesondere zu fördern. Um seitens der Jugendlichen ein umfassendes Verständnis der Zusammenhänge derartiger Prozesse wie die Mobilitätswende und der Digitalisierung zu erreichen, dient als eines der grundlegenden Prinzipien der BNE die Partizipation in der Planung sowie der Umsetzung auf lokaler und regionaler Ebene.

Das Ziel des Teilprojektes des IDN ist daher, die Perspektiven von Lehrkräften bzw. Akteur*innen im Bildungsbereich sowie von Jugendlichen auf die Digitalisierung der Mobilität sowie der Entwicklung entsprechender Apps hinsichtlich der sozialen Exklusion und der Beteiligung bei der Entwicklung mobiler Mobilitätsangebote zu ermitteln. Hierzu werden in den Regionen Hamburg und Hannover unterschiedliche qualitative Forschungsmethoden umgesetzt: Interviews, Fokusgruppen und ein transdisziplinärer Workshop.

Das Projekt ist an das Forschungszentrum TRUST angebunden.