Artenkenntnis in Schulen (AriS) – ein Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler zum Entdecken der Biodiversität auf dem Schulgelände
| Leitung: | Prof. Dr. Jorge Groß |
| E-Mail: | groß@idn.uni-hannover.de |
| Jahr: | 2028 |
| Förderung: | Niedersächsische BINGO Umweltstiftung (NBU) in Kooperation mit dem Niedersächsischen Sparkassenverband (angefragt) |
| Laufzeit: | 2025 - 2028 |
Artenkenntnis in Schulen (AriS) – ein Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler zum Entdecken der Biodiversität auf dem Schulgelände
Abstract
Ziel von AriS ist die Ausrichtung eines Wettbewerbs für Schulen in der Region Hannover / Niedersachsen mit Schulen und deren Schüler:innen, um diese für den Natur- und Umweltschutz zu begeistern, sie für Artenkenntnis zu gewinnen und sie so gezielt in die Natur zu führen. Für diesen Wettbewerb müssen schulnahe Gebiete (Schulgelände, Feuchtgebiete, Wälder, wiesen etc.) aufgesucht und Artengruppen mithilfe der App „ID-Logics“ oder über eine Website bestimmt und gemeldet werden. Die gewinnenden Schulen werden mit einem Biodiversitäts-Siegel ausgezeichnet.
Projektbeschreibung
Für das Projekt „AriS“ wird eine interaktive Website mit ausgewählten Arten und Regionen erstellt, die zugleich Grundlage des Preises ist. Alle Teilnehmenden erhalten zudem eine Teilnehmerurkunde mit Wildblumensamen, deren Aussaat Extrapunkte gibt. Jede teilnehmende Schulklasse wird mit einer „Bestimmungs-Kiste“ ausgestattet (u.a. Becherlupen, Lupen, Bestimmungshilfen) und durch Workshops der Kooperationspartner begleitet. Zum Ende des Projekts werden die Gewinner durch drei Preise honoriert und die Schulen mit einem Siegel ausgezeichnet. Innerhalb der Projektlaufzeit finden zwei Preisverleihungen sowie eine Abschlussveranstaltung statt. Die Gewinner-Schulen bekommen neben dem Siegel ein Paket zur Förderung der Biodiversität auf dem Schulhof mit Hochbeet, Insektenhotels, etc.
Das hier beantragte Projekt AriS ist direkt angebunden an das von der NBU geförderte Projekt KNAK (Kompetenznetzwerk Artenkenntnis Niedersachsen 4/24 – 3/29): „KNAK ist als Reaktion auf den alarmierenden Rückgang der Artenvielfalt und insbesondere den damit verbundenen Verlust an Artenkenner*innen entstanden. Durch die Förderung von Artenkenntnis und Naturbegeisterung will das Projekt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der heimischen Artenvielfalt leisten – im Sinne des gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Konsenses, Arten wegen ihres Wertes an sich und als Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen nachhaltig zu schützen.“ KNAK richtet sich aber ausschließlich an erwachsene Personen, für Schülerinnen und Schüler sind die Angebote aufgrund der spezifischen Lehr-Lern-Bedingung gänzlich zu unterscheiden. Aus diesem Grund soll aufbauend auf der Idee von KNAK mit Aris gezielt ein Angebot für Jugendliche geschaffen werden. Die primären Zielgruppen von AriS sind daher ausschließlich Lernende aus der Sek. I und Sek. II. Die außerschulischen Lernorte Ökologische Station Mittleres Leinetal (ÖSML) sowie das Gelände des NABU Hameln, Hessisch Oldendorf, Aerzen bilden zentrale Ankerpunkte im Projekt AriS zur praktischen Vermittlung von Artenkenntnis und zum Erleben biologischer Vielfalt außerhalb des Klassenzimmers.
Die evidenzbasierte Entwicklung der Unterrichtsmaterialien erfolgt im Modell der Didaktischen Rekonstruktion (MDR) im Rahmen des Design-based Research (DBR) Ansatzes. Zudem wird das Projekt wissenschaftlich begleitet und stellt als Pilotprojekt für die Grundlage für eine mögliche Verstätigung von Schulwettbewerben dar. Dabei wird auf erhobenen Ergebnissen von Vorprojekten wie Jugend Forscht (Paul., Lederman & Groß, 2016) aufgebaut.
Das Projekt kooperiert mit folgenden Einrichtungen der Leibniz Universität Hannover:
- zur Digitalisierung in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung an der Leibniz School of Education (LSE)
- ist verknüpft mit dem Netzwerk des Forschungszentrums der L3S mit Vertrauenswürdige KI und digitale Transformation
Veröffentlichungen zum Projekt
DOI: https://doi.org/10.1080/09500693.2016.1243272